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Liebesgabe oder Teufelszeug?

Was sehen wir in Geld? (Übung zum Annehmen und Wertschätzen vermeintlicher Widersprüche)

Foto: Koolshooters auf Pexels

Geld ist auch ein Objekt unserer Projektionen: Einige Menschen richten ihre Vorlieben, Wünsche, Erwartungen und Hoffnungen darauf. Es kann aber auch als Anziehungspunkt für unsere Abneigungen, Sorgen, Befürchtungen und Ängste dienen. Unsere soziale Prägung bestimmt, ob wir darin positive oder negative Aspekte erkennen. Manchmal überwiegt das eine über das andere deutlich oder drängt es sogar komplett in den Hintergrund. Für manche Menschen ist Geld eine Art „Liebesgabe“, die Gutes bewirken kann, während es für andere so etwas wie „Teufelszeug“ ist, dem sie lieber aus dem Weg gehen und nur das Notwendigste damit erledigen – oder noch nicht einmal das. Unsere Einstellung zum Geld ist damit auch einer von mehreren Faktoren, die unseren Umgang mit ihm beeinflussen. Dieser Umgang trägt somit auch mit dazu bei, wie wir wirtschaften.

Durch Wahrnehmungsübungen wie diese (hier unser Steckbrief zu der Übung) können wir die vielfältigen und manchmal sogar widersprüchlichen Facetten, die wir subjektiv am Geld entdecken, ohne weitere Wertung erkennen und möglicherweise vorübergehend akzeptieren, auch wenn sie vielleicht unmittelbar nebeneinander existieren. Im weiteren Umgang mit den wahrgenommenen Widersprüchen und vielfältigen Facetten des bestehenden Geldes kommen wir vielleicht sogar zunehmend in die Lage, diese zu schätzen und zu integrieren, also in sich selbst zusammenzufügen. Zunächst geht es jedoch darum zu erkennen, was für uns jeweils der Fall ist – ohne es auf Dauer so hinnehmen zu müssen.

Holger Kreft unter Mitwirkung von Dirk Bräuninger

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